An Unrecht erinnern …

Recherche-Reise nach Moskau (16. – 19. Mai 2018)
Dank der Förderung durch die Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) haben wir Anfang April ein neues Projekt begonnen: In den kommenden eineinhalb Jahren wird eine zweisprachige Online-Ausstellung zu der „vergessenen“ Opfergruppe der sowjetischen Kriegsgefangenen entstehen: Mindestens 20 Angehörige der Roten Armee, die in deutsche Kriegsgefangenschaft gerieten und Zwangsarbeit leisten mussten, sollen mit ihren Erlebnissen in der Kriegs- und Nachkriegszeit porträtiert werden.

Inhaltliche Beiträge werden auch von deutschen und russischen Schüler*innen erarbeitet, die die Lebensstationen in ihrem geografischen Raum recherchieren und illustrieren. Der Umgang mit den Rückkehrern in der Sowjetunion, die Diskussionen um Entschädigung und Aufarbeitung der Verbrechen auf der deutschen Seite und die Kennzeichnung von Haftorten und Arbeitsstätten sollen nach dem aktuellen Stand dokumentiert werden.
Vom 16. bis 19. Mai sind drei Mitarbeiterinnen des Projekts (Arbeitstitel: „An Unrecht erinnern“) nach Moskau gereist und haben bei unserem Kooperationspartner „Memorial“ nach passenden Lebensgeschichten recherchiert.

Auch die Eindrücke vom Besuch des „Siegesmuseums“ (МУЗЕЙ ПОБЕДЫ  – Центральный музей Великой Отечественной войны 1941-1945 гг), bis 2017 „Museum des Großen Vaterländischen Krieges“, werden in die Präsentation einfließen.

Dr. Ruth Preusse
[veröffentlicht: 25.05.2018]


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