Ausstellung „Die Wannsee-Konferenz“ bei den Vereinten Nationen, 21.01.-28.02.2018

Ausstellung "Die Wannsee-Konferenz"

Anlässlich des Internationalen Gedenktages zum Gedenken an die Opfer des Holocaust wird die Ausstellung „Überlebende, Opfer, Täter“ vom 21. Januar bis 28. Februar 2018 in der Besucherlobby am Sitz der Vereinten Nationen in New York gezeigt.
Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz in Berlin und des Kunst- und Erinnerungsprojektes „Lest We Forget“ des Fotografen Luigi Toscano. Ziel der Ausstellung ist es, über den Holocaust aufzuklären, die Motive der Täter zu enthüllen, an die Opfer zu gedenken und die Überlebenden zu ehren.
Wer waren die Täter? Was waren ihre Motive? Welche Maßnahmen haben sie ergriffen? Die Prozesse der Verfolgung und die Errichtung der Tötungsmaschinerie des NS-Staates wurden in einem Teil der Ausstellung gezeigt. Fotografische Porträts von Holocaust-Überlebenden ergänzten dies. Sie geben der Geschichte ein Gesicht. Die großformatigen Fotografien von Überlebenden erinnern uns daran, dass unsere Entscheidungen zur Welt beitragen, in der wir leben. Der deutsch-italienische Fotograf Luigi Toscano fotografierte die Opfer von NS-Verfolgung.

Die Wannsee-Konferenz, die am 20. Januar 1942 in Berlin stattfand, spielte eine Schlüsselrolle bei der Organisation des Mordes durch den NS-Staat. Das Protokoll der Wannsee-Konferenz, das in der Ausstellung gezeigt wurde, enthüllt den Plan zur Verfolgung und Ermordung des europäischen Judentums. Das Protokoll zeigte, wie Völkermord in großem Maßstab auf dem gesamten Kontinent umgesetzt werden konnten. Der Holocaust wurde nach den Prinzipien der Arbeitsteilung und Verantwortung organisiert und beinhaltete fast den gesamten deutschen Staatsapparat.
Die Ausstellung fordert die Betrachter heraus und hilft, verschiedene Dimensionen der Geschichte zu reflektieren. Sie inspiriert auch die Zuschauer, ihre Rolle als Bürgerinnen und Bürger und ihre Verantwortung in allen Bereichen des Lebens zu reflektieren.

Die Ständige Vertretung Deutschlands bei den Vereinten Nationen unterstützte die Ausstellung, die bis zum 28. Februar zu sehen ist. Alison Smale, Generalsekretär der Vereinten Nationen für globale Kommunikation, begrüßte die Gäste bei der Eröffnung der Ausstellung, darunter auch Christoph Heusgen, Ständiger Vertreter Deutschlands bei den Vereinten Nationen, David Harris, CEO des American Jewish Committee, Hans-Christian Jasch, Direktor der Gedenkstätte Haus der Wannsee-Konferenz und Luigi Toscano.


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