#unteilbar – Großdemonstration am 13. Oktober 2018

Mitarbeitende des Hauses der Wannsee-Konferenz und des Anne Frank Zentrums auf der #unteilbar-Demo

„Solidarität statt Ausgrenzung!“ [www.unteilbar.org/aufruf/] – unter diesem Motto demonstrierten am 13. Oktober in Berlin mehr als 240.000 Menschen für eine offene und demokratische Gesellschaft. Auch die Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz und das Anne Frank Zentrum waren mit einem gemeinsamen Banner dabei.

Die Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz ist der Erinnerung an die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgungs- und Vernichtungspolitik gegenüber Juden und Jüdinnen gewidmet. Als Lernort dient sie der Aufklärung über den staatlich organisierten Massenmord, seine historischen und gesellschaftlichen Voraussetzungen und seine Nachwirkungen bis in die Gegenwart.

Ethnozentrismus, Autoritarismus, Antisemitismus, Rassismus und Sozialdarwinismus kamen weder mit dem Nationalsozialismus in die Welt, noch sind sie mit ihm untergangen. Im Sinne eines „Nie wieder!“ geht es uns daher auch darum, historische und ideologische Kontinuitäten aufzuzeigen und für aktuelle Gefährdungen von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechten zu sensibilisieren.

Mit dem Berliner Senator für Kultur und Europa Dr. Klaus Lederer am Brandenburger Tor

Das gegenwärtige Erstarken rechtspopulistischer und rechtsextremer Bewegungen in Deutschland, Europa und der Welt erfüllt uns mit großer Sorge. Wir beobachten eine stete Zunahme nationalistischer, rassistischer, antisemitischer und sozialdarwinistischer Diskurse. Damit einher geht eine Hochkonjunktur rechter Gewalt gegen Flüchtlinge, Migrantinnen und Migranten, Juden und Jüdinnen, Sinti und Roma, politisch Andersdenkende und sozial Schwache. Viele Menschen müssen sich akut bedroht fühlen.

Die Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit ist für uns kein Selbstzweck. Mit unserer Arbeit wollen wir immer auch dazu anregen, aktiv für eine offene und pluralistische Gesellschaft einzustehen und jedweder Demokratie- und Menschenfeindlichkeit entgegenzutreten. Daher war es für uns eine Selbstverständlichkeit, uns dieser Demonstration anzuschließen.

Wir bedanken uns herzlich bei den Organisatorinnen und Organisatoren und allen Teilnehmenden. Gemeinsam haben wir ein kraftvolles Zeichen für ein demokratisches und solidarisches Miteinander gesetzt.

[veröffentlicht am 09.01.19]


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